Das Jahr neigt sich dem Ende und es wird Zeit, es revue passieren zu lassen. Noch einmal zurück blicken auf das was war, um es dann endgültig abzuschließen. Viele Gesichter tauchen auf, in den Erinnerungen an die vergangenen Monate. Einige von ihnen haben ihren Platz in meinem Leben verlassen, haben somit Raum gemacht für die, die ihnen folgten. Manche verloren an Bedeutung, aber sind immer noch da. Andere haben die Bühne ganz verlassen. Neue Menschen stiegen in das Stück ein und spielen seit dem ihre Rolle.
Die Besetzung wird sich auch im nächsten Jahr weiter verändern, so wie sie das schon immer tat und auch weiterhin tuen wird. Doch diese Gewissheit macht mich nicht traurig, sie gehört dazu, zu dem Stück namens Leben.
Viel ist passiert im vergangenen Jahr. Ich habe meine Ausbildung beendet und ich bin in einen neuen Lebensabschnitt aufgebrochen. Ich mache nun die Erfahrung, wie es ist auf eigenen Füßen zu stehen, weit weg von der Heimat. Ein großes Abenteuer, bei dem das Ziel noch nicht feststeht. Man wird sehen, wohin die Wellen einen tragen. Vielleicht in eine ganz andere Richtung als vermutet oder erhofft. Ob man auf der Reise eine Begleitung haben wird, die das Herz wärmt, oder man alleine segelt wird die Zeit zeigen. Viele Herausforderungen liegen hinter mir, viele Schlachten wurden geschlagen, Wunden mussten heilen. Jetzt sammel ich wieder Kraft für das kommende Jahr und den Weg der vor mir liegt. Stürme und Unwetter erwarten mich, aber auch Eroberungen und viele kleine Schätze, die gefunden werden wollen.
Also laden wir die Vorräte auf, setzen die Segel und stechen in See, um ein weiteres Kapitel im Stück namens Leben zu schreiben.
Weblog-Archiv für 28. Dezember 2008

Im Stück namens Leben…
28/12/2008
Du und Ich… Wir…
28/12/2008Auge in Auge stehen wir uns gegenüber.
Weder du noch ich, wagen das erste Wort auszusprechen.
Verstummt im Angesicht dieser überwältigenden Situation.
Die Gefühle drohen uns zu übermannen,
doch wir trauen uns nicht ihnen freien Lauf zu lassen.
Zu lange haben wir gewartet,
den Glauben verloren,
dass dieser Tag noch kommt.
Herbei gesehnt haben wir ihn, den einen Moment,
wie das Ödland den Regen beschwört.
Nun stehen wir uns gegenüber,
aus sicherer Entfernung warten wir ab,
als würden wir einen Angriff des anderen befürchten.
Doch keine kämpferische Absicht steht hinter dieser Zusammenkunft.
Liebe steht dir ins Gesicht geschrieben.
Ich sehe sie, aber spüren kann ich sie nicht.
Sie erreicht mich nicht,
kommt nicht bei mir an.
Zu weit bist du noch entfernt.
Es scheint, als wäre da eine Mauer die uns trennt.
Sie gewährt mir den Blick auf dich,
doch jegliche Berührung verhindert sie.
Ich strecke meine Hand aus.
mit der stillen Aufforderung an dich sie zu ergreifen.
Gemeinsam könnten wir die Wand
unserer Befürchtungen durchbrechen.
Zersplittern würde sie, in tausend Stücke,
wenn wir uns ihr entgegen stellen.
Zögerlich bewegt sich deine Hand auf meine zu,
um letztendlich meine Wärme zu spüren.
Wenn du sie erst fühlen kannst,
wird sie dir jeden Zweifel nehmen.
Um uns herum fallen Brocken aus Glas zu Boden.
Wir bemerken sie nicht mehr,
denn es gibt nur noch dich und mich.
Uns.
Wir leben diesen Moment,
als sich unsere Fingerkuppen das erste Mal berühren.
Ein, für das menschliche Auge unsichtbare, Band bildet sich,
verbindet uns zu einer Einheit.
Es ist, als würde ein Blinder sehen können und das Erste,
was er sieht, wäre der Sonnenaufgang,
der die Welt in ein warmes Licht taucht.
Eine Supernova der Gefühle würde über uns herein brechen.
Ein unbeschreibliches Gefühl,
das unsere Körper, unsere Seelen, ja einfach alles,
mit einen Gefühl des Wohlbefindens erfüllen würde
Wir wüssten, wir sind am Ziel angekommen.
Am Ende eines Kampfes, den bisher jeder für sich selbst kämpfte,
doch nun von Beiden bestritten wird.
Ein unbesiegbares Duett,
wie Bonnie und Clyde.
Du und Ich…
Wir…